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Tradigital: Klassische und neue Medien verschmelzen
Wer heute Inhalte nachhaltig und wirksam positionieren
will, muss die ganze Klaviatur der Kommunikations-
kanäle beherrschen. Gefragt ist eine clevere Kombination
von traditionellen und digitalen Medien - tradigital eben.

editoral

„Wenn nicht jetzt, wann dann? Zehn Jahre FORCE sind genau der richtige Zeitpunkt für den Start eines Agenturmagazins, in dem wir über Themen und Trends in der Kommunikationswelt berichten. Und darüber, welche Möglichkeiten für unsere Kunden wir in diesen Entwicklungen sehen. Denn das ist unser Antrieb, das war mein Antrieb, FORCE zu gründen: Für unsere Kunden den Mehrwert hinter den Kommunikationstrends aufzuspüren und gemeinsam mit Ihnen in effektive Marketingmaßnahmen umzusetzen.

Wie es bei FORCE üblich ist, blicken wir aber nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorn, denken weiter. Wir stellen Ihnen Trends und Projekte vor, die die Kommunikation nachhaltig verändern, Menschen bewegen. Beachtenswert finden wir etwa die Entwicklungen im Bereich Wearables, tragbare Mini-Computer wie den viel beachteten Google Glass, und Video-Apps wie Instagram oder Vine, die sich wie Lauffeuer in Social Media verbreiten.

Wer beim Blättern neugierig auf mehr wird, findet im Netz unter www.force-magazin.de und in der App zum Magazin weitere Informationen, Bilder, Videos und Links. Denn wir haben auch dieses Mal weitergedacht, über den Tellerrand geschaut, und, typisch FORCE, unsere Gedanken und Ideen auf verschiedenen Kanälen weitergesponnen.

Lassen Sie uns Ihnen zeigen, was uns antreibt – von klassisch bis digital, von 2003 bis 2013 und in Zukunft.“

T. Kusmanov

Torsten Kusmanow

alles bleibt anders

Marketing und Kommunikation befinden sich in einem steten, mitunter rasend schnellen Wandel. FORCE ist mittendrin und greift Trends frühzeitig auf, entwickelt sie weiter, verknüpft Technologien und Themen zu innovativen Kommunikationslösungen. Ob E-Learning im Marketing, ob Open Innovation in der Multichannel-Strategie oder mittels eigener Produkte wie unserer neuesten Eigenentwicklung, dem Produkt-Präsentationssystem.

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In den letzten zehn Jahren ist FORCE mit den facettenreichen Themen der Kommunikation mitgewachsen. Gestartet 2003 mit strategischer Marketingberatung, E-Learning und Onlinelösungen, zeichnet sich die Agentur heute durch Vielseitigkeit in Angebot und Lösungen aus. Full Service bedeutet nicht, jedes Thema abzubilden, sondern einen ganzheitlichen und integrierten Ansatz zu denken und bis zum Ergebnis zu begleiten. Von Markenarchitektur bis zu Leadgenerierung, unabhängig vom Kanal: FORCE schreibt sich Performance in allen Bereichen auf die Fahne. Eng verknüpft mit den Entwicklungen in der Kommunikationswelt, lassen sich seit der Gründung mehrere Meilensteine ausmachen.
Effizienz in der Gründerphase
Am Anfang prägt das Leitmotto „Where challenges are welcome!“ die Agentur, denn die Gründeridee von einer kleinen, schnellen Eingreiftruppe, die Unternehmen in Kommunikationsfragen berät und Konzepte rasch umsetzt, kommt gut an. Den zweiten Schwerpunkt bei der Gründung 2003 bilden E-Learnings zur Unterstützung von Marketing und Vertrieb, die FORCE vor allem für Kunden aus den Branchen Telekommunikation, Automotive und Finanzen konzipiert und realisiert, zum Beispiel für den RTL Shop, FIAT und O2.

Breites Spektrum im Onlinemarketing
Schnell zeigt sich, dass die Kunden über Beratung und E-Learning hinaus mit FORCE

„FORCE hat in zehn Jahren für rund 150 Kunden Projekte umgesetzt“

auto

Automotive

maschinenbau

Maschinenbau

finanzen

Finanzen &
Versicherungen

immobilien

Immobilien

telekommunikation

Tele-
kommunikation

dienstleistungen

Dienst-
leistungen

baustoffe

Baustoffe

und mehr

und mehr

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zusammenarbeiten wollen. Aufgrund der Onlineexpertise übernimmt das Team ab Ende 2003 weitere Digitalprojekte und wird Internet-Leadagentur von Alfa Romeo Deutschland. Ein Highlight der Zusammenarbeit ist das erste Onlinemagazin des Autoherstellers 2006.

Neu dabei: Medienkunden und PR
Die Agentur wächst nicht nur im Digitalbereich, ab 2005 sind auch innovative Themen gefragt. Für die MDR-Wissenschaftssendung „Echt!“ realisiert FORCE eine interaktive Website sowie den ersten VideoPodcast und Blog in Deutschland. Zudem ergänzen ab 2006 Public Relations das Portfolio, Schwerpunkt unter anderem Geschäftsberichte. Zu den

Effizienz in der Gründerphase
Am Anfang prägt das Leitmotto „Where challenges are welcome!“ die Agentur, denn die Gründeridee von einer kleinen, schnellen Eingreiftruppe, die Unternehmen in Kommunikationsfragen berät und Konzepte rasch umsetzt, kommt gut an. Den zweiten Schwerpunkt bei der Gründung 2003 bilden E-Learnings zur Unterstützung von Marketing und Vertrieb, die FORCE vor allem für Kunden aus den Branchen Telekommunikation, Automotive und Finanzen konzipiert und realisiert, zum Beispiel für den RTL Shop, FIAT und O2.

Breites Spektrum im Onlinemarketing
Schnell zeigt sich, dass die Kunden über Beratung und E-Learning hinaus mit FORCE

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vernetzte welt:
revolution oder evolution?

Die digitalen Veränderungen sind in den vergangenen zehn Jahren äußerst rasant vorangeschritten. Viele Entwicklungen haben ihre Berechtigung und in der breiten Masse auch ihre Begeisterung gefunden. Andere Themen stecken immer noch in den Kinderschuhen. Und manche sollten auch kritisch hinterfragt werden. Torsten Kusmanow und Michael Bergmann haben sich früh den digitalen Themen verschrieben. Im Interview betrachten die FORCE-Geschäftsführer – rückblickend und vorausschauend – einige Highlights der Digitalisierung.

Torsten Kusmanov
(links im Bild) ist Experte für Strategieberatung und Digitalmarketing. Als Early Adopter treibt er den Einsatz innovativer Kommunikationslösungen auch für seine Kunden konsequent voran, mit Fokus auf digitale Vertriebsunterstützung und Onlinemarketing. Er führte z. B. 1997 für die Citibank das erste Internetbanking-Portal in Deutschland ein und gründete 2000 für HSBC Trinkaus den Online-Broker pulsiv.com, wo er u. a. das erste E-Learning für Endkunden zum Thema „Geldanlage“ entwickelte. Im Jahr 2003 gründete Torsten Kusmanow die Kommunikationsagentur FORCE.

Experten sagen, dass die Digitalisierung unsere Welt ähnlich verändert wie es die Dampfmaschine zuvor gemacht hat. Befinden wir uns in einer Digitalen Revolution?

Michael Bergmann: „Das stimmt, auch wenn es heute eine eher schleichende Revolution oder besser: eine evolutionäre Weiterentwicklung ist, die längst begonnen hat. Das Digitalisierte findet immer mehr in allen Privathaushalten statt und ist nicht mehr nur auf die Businesswelt beschränkt. Mittlerweile kann sich jeder diese Geräte und auch permanente Internetzugänge leisten. Das ist eigentlich noch revolutionärer als die Hardware an sich.“
Torsten Kusmanow: „Ich würde zwei Schritte unterscheiden, eine technische und eine Anwender-Revolution. Die technische startete mit der Versorgung des Internets zuerst in den Unternehmen, später in den Haushalten. Heute ist die gesamte Welt vernetzt, mit allen Vor- und Nachteilen. Die Anwender wurden dann von der ersten echten Webwelle getroffen, als die entsprechenden Anwendungen mit Mehrwerten den Markt betraten. Also begann die eigentliche wahrgenommene Revolution in den Jahren 1995 bis 2000, die sich dann auch auf dem Marktsegment
image Neuer Markt als Internet-Boom niederschlug. Web 2.0 war dann nochmal so ein Thema, die Nutzer eroberten sich das Web und der logische und evolutionäre Schritt waren Anwendungen wie Blogs, Facebook oder Twitter als Social Media Tools. Eine nochmals richtige Revolution im digitalen Sinn war Apples iPhone als Kick-off für Smartphones und Tablets als eine Hardware-technologische Revolution.“

Durch die Digitalisierung hat sich die Kommunikation grundlegend verändert. In welcher Form?

Kusmanow: „Auch hier müssen wir unterscheiden. Zum einen haben sich das Marketing und die daraus resultierende Kommunikation
Michael Bergmann
(rechts im Bild) ist digitaler Kommunikations- und Fotodesigner. In puncto Webkonzeption und Informationsdesign ist er ein Mann der ersten Stunde. So war er federführend bei frühen Onlineprojekten wie dem ersten Online-Buchungsportal der Lufthansa (1989), der Entwicklung von Infostelen für Lufthansa, Citibank und den Landtag NRW (1990 – 1993) und InfoPlus, das erste Schlagwortregister auf BTX-Basis (1995). 1998 war er Mitbegründer der Internetagentur Bassier, Bergmann & Kindler. Seit 2006 ist Michael Bergmann für FORCE tätig, 2012 wurde er in die Geschäftsführung berufen.
gravierend verändert. Fernsehen ist zum Beispiel nur noch ein Medium wie jedes andere. Mein Smartphone ist die Kommunikationszentrale für E-Mails, Telefonie oder eben Werbung oder globale Nachrichten. Damit hat sich unser Informationskonsum verändert. Anpassungen und Veränderungen in allen Lebensbereichen hat das nach sich gezogen. Die persönliche Kommunikation selbst hat sich gar nicht so sehr verändert. Unser Kommunikationsverhalten schon eher. E-Mail gibt es schon seit etwa 1995. Und telefoniert wird ja auch noch. Was sich aber verändert hat, ist die Vielfalt der Kanäle. Heute gibt es WhatsApp, Facebook, SMS, Twitter und wie sie alle heißen. Die meisten Menschen neigen nun eher zum Schriftlichen, allerdings in einer merkwürdigen, abgekürzten Form, einer sehr einzeiligen Art. Hinzu kommen dann noch diese Emoticons. Man schreibt gar kein Wort mehr aus, man nimmt einfach ein Bild. Und unsere Kommunikationskultur hat sich massiv geändert: Menschen sitzen sich gegenüber und kommunizieren mehr mit ihren Endgeräten als mit ihren Partnern, bei der Meetingkultur und in Hörsälen müssen plötzlich neue Regeln aufgestellt werden.“

Dann verändert die Digitalisierung also doch die Kommunikation?

Kusmanow: „Die Art der Kommunikation ist anders geworden. Ich glaube, das ist ein ganzheitliches Phänomen, was diese digitalen Medien nach sich ziehen. Du verlernst wirklich, in Dialogen miteinander zu agieren. Man ruft Freunde weniger an und spricht auch weniger miteinander. Als Unternehmer und Arbeitgeber bin ich überzeugt, dass mittelfristig auch das Thema Arbeitsplatz anders angepackt werden müsste.“

Warum?

Kusmanow: „Bürowelten sind heute mehr auf die Geräte zugeschnitten als auf die Menschen, die dort arbeiten. Früher hatte jeder noch Platz für Schreibutensilien auf dem Tisch. Heute bildet ein riesiger Monitor den Mittelpunkt. Und die Mitarbeiter, die täglich hinter den Bildschirmen sitzen, sind es gar nicht mehr gewohnt, Gedanken oder Ideen handschriftlich auf Papier zu bringen. Sie werden direkt ins elektronische Medium eingegeben. Ein Grund, warum Präsentationen schon mal aus 60 Folien bestehen können, obwohl zehn gut gemachte Blätter völlig ausreichend und wesentlich effektiver gewesen wären. Darüber hinaus wird
heutzutage bei schwierigen Aufgaben eher im Internet nach einer Lösung oder willkommener Ablenkung gesucht anstatt Themen mit Kollegen zu diskutieren. Dieses veränderte Arbeitsverhalten, da bin ich mir sicher, geht unter anderem zu Lasten der Arbeitseffizienz. Deshalb ermutige ich meine Mitarbeiter dazu, die Geräte öfter mal abzuschalten, ihre Gedanken zu überprüfen und mehr miteinander zu sprechen. Durch die Rückbesinnung auf die klassische Form der Kommunikationskultur sollen sie wieder über den einschränkenden Monitor-Horizont hinaus blicken. Das dient im Übrigen auch einem besseren Arbeitsklima.“

Wie viel Einfluss nimmt Design auf die Kommunikation?

Bergmann: „Wir müssen hier etwas komplexer unterscheiden. Das Design richtet sich nach den verschiedensten technischen Anforderungen und Anwendungen. Dabei differenzieren wir nach Webdesign, UserInterface-Design oder heute nach Responsive Design, wenn wir versuchen, alle Medien gleichmäßig zu erfassen. Wir entwickeln Design nach den Ansprüchen des Contents, der Informationen und der Interaktionen. Viele Themen sind in den letzten zehn Jahren dazu gekommen. Wir müssen heute mehr Animationen und Filme berücksichtigen.
Online-Vetran Bildschirmtext
Gestartet zur Internationalen
Funkausstellung 1983,
wurde der
Bildschirmtext (BTX) hauptsächlich
für Onlinebanking genutzt. Zum
Jahresende 2001 wurde er offiziell
eingestellt.
Wir müssen die Hardwareanforderungen untersuchen und berücksichtigen. Eine revolutionäre Entwicklung war die Wischtechnik, die durch die Apple-Geräte in den Markt kam, das bedeutete beispielsweise ein Umdenken in der Konzeption und der Gestaltung. Heute unterscheiden wir eine Vielzahl von Designformen und unsere Aufgabe ist, immer die richtige zu finden, denn es gilt auch heute immer noch der Satz ‚Design follows function‘. Das Kommunikations- und Anwendungsverhalten nimmt also daher schon Einfluss auf das Design, das ja sonst eher nachgelagert ist. Schließlich muss man den Bedürfnissen nach Information im Design und durch Interaktion gerecht werden.“
Wenn man die verschiedenen Stufen durchleuchtet, die die digitale Entwicklung genommen hat, dann ist eines der wichtigsten Themen die Eroberung des Webs durch die Allgemeinheit mit allen Konsequenzen. Wikipedia entwickelt sich zu einer freigeistigen Plattform, die in Teilen die Welt nach der Vorstellung der Nutzer umschreiben möchte. Wissen wird immer wichtiger, um mit Informationen umzugehen. Was ist Wahrheit? Die digitale Welt führt auch zu immer mehr gefährlichen Irreführungen und Beeinflussungen. Werbung kann komplexer und länger werden, Botschaften können mehr Menschen erreichen. Der Raum für Manipulation steigt täglich weiter an. Wer Kanäle zuerst mit Botschaften besetzt, hat vielleicht den Anspruch auf Wahrheit, der zweite hat schon Erklärungsbedarf. Wie mit den Kanälen und Informationen umgehen?

Das US-Magazin „Popular Science“ hat kürzlich alle User-Kommentare gelöscht, weil diese die Eindrücke der Artikel verändern würden. Gibt es auch ein Zuviel an Dialog?

Kusmanow: „In einem aufgeklärten Duktus können aus Dialogen interessante Diskussionen entstehen, aber dann reden wir über fachgleiche Augenhöhen. Im Netz, das frei zugänglich ist, hast Du das Problem einer großen Zahl unqualifizierter Kommentare. Aus diesen ganzen ungefilterten Informationen muss der Leser die guten und gegebenenfalls inhaltlich richtigen Beiträge erkennen können. Beispiel Wikis: die Owner und damit die Community bestimmen die Wahrheit. In Teilen sind dort die Beiträge weder verifiziert noch wissenschaftlich. Manchmal sogar akzeptiert falsch. Nicht umsonst kommunizieren alle Universitäten, dass Wikis kein zulässiges Medium für wissenschaftliches Arbeiten sind. Hinzu kommt, dass derjenige, der die Fachinformation hat, sie oft nicht einstellen darf. Umso wichtiger ist der Berufsstand der anerkannten Journalisten oder sind andere, aufklärende, unabhängige Institutionen, die einen Orientierungspunkt in der Informationsvielfalt bieten.“

Wie verändert das Internet somit Wissen oder Bildung?

Bergmann: „Das Internet verändert den Denkprozess, die Aufnahme und Verarbeitung von Information. Speichern fi ndet nicht mehr statt. Man arbeitet sozusagen nur noch mit Links. Das Wissen geht verloren, weil man ja nur wissen
muss, wo das Wissen steht. Und der User verlässt sich darauf, es in Google wiederzufinden. Bricht die Internetverbindung weg, hat er plötzlich auch kein Wissen mehr. Eine Entwicklung, die ich für gefährlich halte.“
Kusmanow: „Wir beschäftigen uns schon seit Anfang der 2000er Jahre mit E-Learning und haben in diesem Zusammenhang zum Beispiel für O2 ‚Programme‘ für den Bereich Vertriebssupport entwickelt oder für Unternehmen oder Banken wie T-Mobile und UBS ganze E-Learning-Akademien ausgearbeitet. Elektronisches Lernen hat in der betrieblichen Weiterbildung längst seine Position gefunden. Sei es nun als etablierter Klassiker, wie das ‚Blended Learning‘, eine Kombination aus Präsenzseminaren und zusätzlichen Online-Angeboten oder als aktuelle Trends wie Mobile oder Social Learning, bei denen Cloud Computing und virtuelle Klassenraum-Systeme die E-Learning Services beeinflussen. Spannend finde ich auch die Entwicklung auf dem Hochschulsektor. Mit den Massive Open Online Courses (MOOCs) wird einem breiten Publikum die Vermittlung curricularer Lerninhalte geboten, die bei erfolgreichem Abschluss zertifiziert werden können.“

Das Marktforschungsunternehmen Gartner prophezeite, dass Unternehmen ohne Digitalisierungsstrategie bald wie Kodak und BlackBerry vor großen Problemen stehen.

Bergmann: „Wir müssen kurz unterscheiden, was hier mit Digitalisierungsstrategie gemeint ist. Ich gehe nicht davon aus, dass die Webpräsenz gemeint ist, denn jedes Unternehmen präsentiert sich heute in der digitalen Welt.
Torsten Kusmanov

„Elektronisches Lernen hat in der betrieblichen Weiterbildung längst seine Position gefunden.“

Bei Kodak war aber nicht die fehlende digitale Präsenz das Problem. Das Unternehmen hat nur zu lange seine analoge Produktreihe in den Fokus gestellt und die Produkte nicht digitalisiert. Und auch BlackBerry hat nicht die Zeit der Digitalisierung verpasst. Die hatten nur zu lange eine einseitige Strategie in ihrer Produktpositionierung und letztlich auch im Marketing. Denn mit dem Markteintritt der iPhones hat sich die Welt geändert und auf diese Änderung haben die schnellsten Unternehmen wie Samsung oder HTC reagiert, die erkannt haben, was zu tun ist.“

Gartner sagt auch, dass wir künftig in einer Woche mehr Rechner in die Waschmaschine stecken als wir in unserem bisherigen Leben genutzt haben. Wo führt uns das hin?

Bergmann: „Sicher werden Kleidungsstücke der Zukunft Elektronik enthalten, über die man Informationen abrufen kann. Und sie wird auch für jeden verfügbar sein. Aber ich glaube nicht, dass sie in dem Maße benutzt wird, wie man es sich momentan vorstellt. Die Menschen brauchen Ruhepausen von dem ganzen Digitalen.
Anzahl der Tablet-Nutzer
in Deutschland von 2010 bis 2012
und Prognose bis 2016 (in Millionen)
(Quelle: eMarketer, ©Statista 2013)
Kusmanow: „Und sie haben nicht mit dem konsequenten Einfluss des Marketings gerechnet und der Kraft von Begehrlichkeiten bei Marken und somit nicht mit der Eitelkeit der Manager. Es ist ‚more sexy‘ ein iPhone vor sich liegen zu haben als eine IT-ausgesteuerte E-Mail-Maschine. BlackBerry – ein hochausgereiftes Businessgerät – wurde also verdrängt, weil Apple es geschafft hatte, ein Designgerät mit mittelmäßiger Technik so dermaßen in die Köpfe der Menschen zu bringen. BlackBerry-Technologie wird von allen ITlern hochgradig geliebt, weil diese Geräte technologisch skalierbar und technisch perfekt aussteuerbar sind. Die iPhones dagegen sind für ITler ein Graus. Beim Thema Abhörsicherheit etwa sind diese Geräte, nun ja – eine Vollkatastrophe. Sie sehen gut aus, sind schick, aber technologisch nicht ‚State of the Art‘.“
Denn am Ende ist die permanente Verfügbarkeit von Informationen und Dialogen ein großes Stressfeld und kann krank machen. Demzufolge wird irgendwann auch wieder eine Kehrtwende stattfinden.“
Kusmanow: „Unsere Generation, die teilweise noch ohne Taschenrechner groß geworden ist, baut heute alles in digitale Welten. Was für uns und für unser Gehirn noch ein irrsinniger Spagat ist, nutzen unsere Kinder schon, ohne darüber nachzudenken. Von ihnen wird irgendwann der nächste Schritt ausgehen. Sie müssen im Grunde genommen auch die nächsten Lösungen haben für komplexere Themen. Darüber, was wir jetzt machen, werden sie später lachen.“
Michael Bergmann

„Das Internet verändert den Denkprozess, die Aufnahme und Verarbeitung von Information.“

Wird es einen kulturellen Verfall geben? Oder ist die Angst unbegründet?

Bergmann:  „Den haben wir ja bereits. Wir sehen im Web interessante Tendenzen, zum einen gibt es einen kulturellen Wertverfall häufig in den sozialen Medien, zum anderen sehen wir eine Aufklärungs- und Aufbruchskultur vor allem in den Schwellenländern oder in Nordafrika. Das bedeutet, wir müssen lernen zu differenzieren. Beispielsweise wenn ich Artikel in renommierten Portalen lese und dann merke, dass man dort Kommentare liest, die bis an den Rand der Niveaulosigkeit gehen. Da hast du schnell keine Lust mehr weiterzulesen, weil das Niveau des Inhalts stark abfällt, beliebig wird und gar keinen Bezug mehr zur eigentlichen Aussage hat.“
Kusmanow:  „Schönes Beispiel ist die aktuelle Twitterschlacht von Boris Becker mit Oliver Pocher. Das ist aus meiner Sicht ein Armutszeugnis. Früher mussten sich viele Menschen anstrengen, um eine PR-relevante Publikation zu bekommen. Heute, dank Twitter und Co., brauchen Promis nicht mal mehr die Bild-Zeitung. Sie haben schon ihr eigenes Publikum. Das heißt, diese Kanäle sorgen dafür, dass du im Grunde dein eigenes Fernsehen machen kannst, du kannst deine eigene PR machen und eigentlich alle seriösen Berater ad acta legen – wenn du das mit den Kanälen hinbekommst. Und ein bestimmtes Niveau haben willst.“

Wie sieht die Webwelt der zukunft aus?

Bergmann:  „Content-getrieben. Ansonsten ist hier ‚User Centered Design‘ das Stichwort. Das heißt, eine Website passt sich immer den Bedürfnissen des jeweiligen Nutzers an, der sie gerade aufruft – und zwar egal, wann und wo und mit welchem Gerät.“
Kusmanov:  „Wie Michael schon sagte, ist und wird unsere zukünftige Welt Content-getrieben sein, deshalb heißt ein wichtiges aktuelles Thema auch Content-Marketing. In Zukunft wird sich die Kommunikation der Unternehmen dahingehend verändern, dass nicht mehr nur allein die Werbebotschaft zählt. Mehrwerte, Transparenz und Aufklärung werden dafür in den Mittelpunkt rücken, da auch die Produkte – dank immer mehr Elektronik – zum einen einfacher zu handeln, zum anderen komplexer zu verstehen sind.“
Bergmann:  „Das Nutzerverhalten wird die Zukunft bestimmen. Nehmen wir das Beispiel Big Data, was in den USA bei Unternehmen bereits stark angewendet wird, nämlich das sehr komplexe Sammeln von Daten über den Nutzer, um ihm am Ende die für ihn relevanten Informationen bieten zu können. Man geht zum Beispiel mit seinem Handy durch den Supermarkt und bekommt entsprechend seinen Interessen Angebote in Regalreihen spezifisch zugeordnet. Was interessant klingt, bedeutet am Ende aber mehr Datenspionage. Das ist der Trend der Zukunft.“

Welche Veränderung durch das Internet schätzt ihr besonders?

Bergmann:  „Dass jetzt sehr viele Informationen überhaupt oder viel besser verfügbar sind als früher, ist wirklich eine enorme Erleichterung. Aber ich glaube nicht, dass die Menschheit dadurch am Ende schlauer wird oder dadurch ihr Wissen steigt. Insgesamt sind die Digitalisierung und das Internet schon ein Segen. Man muss nur verantwortungsvoll und bewusst damit umgehen.“
Kusmanov:  „Convenience ist hier mein Lieblingsstichwort, weil es mich immer wieder in meiner beruflichen Laufbahn begleitet hat. Sei es etwa bei Themen wie Banking oder Shopping. Die Bequemlichkeit, mal eben schnell direkt zu bestellen, zu konfigurieren, zu buchen, eben zu tun, was mir gerade im Moment einfällt, ist eine der größten Errungenschaften des Webs. Apple, Zalando, eBay oder Amazon prägen hier die Welt. Oder auch das direkte Informationsangebot, wie zum Beispiel bei meinem Lieblingsthema Musik und hier vor allem mit brillanten Apps wie Shazam oder Spotify, plötzlich bleibt kein Musikstück unerkannt oder unerreicht. Alles, was convenient ist, finde ich total perfekt. Für mich hat das Internet viel, viel Positives gebracht: Bequemlichkeit und Information. Und das ist der Schlüssel, worum es eigentlich geht.“
force trifft

gerichte aus dem untergrund

SIE HEISSEN SECRET SUPPER CLUBS, GUERILLA RESTAURANTS ODER PRIVATE DINING ROOMS. DAS PRINZIP IST ABER IMMER DAS GLEICHE: ENTHUSIASTISCHE HOBBYKÖCHE LADEN FREMDE MENSCHEN ZU EINEM LUKULLISCHEN UND ÄUSSERST GESELLIGEN GET-TOGETHER EIN. HEIMLICH, STILL UND ILLEGAL.

 
Diese Herdplatten-Partisanen sind gut gerüstet. Mit Tranchiermessern, Kochtöpfen und Pfannenwendern bewaffnet tragen sie im Verborgenen kulinarische Küchenschlachten aus und kredenzen ihren Sympathisanten bei jedem Mahl schmackhafte Köstlichkeiten. Zum Beispiel Ceviche vom Lachs mit Wasabi-Creme und Kaviar, pochierter Tafelspitz vom Engadiner Black Angus mit Wintergemüse und Safran oder gekräutertes Schokosüppchen mit frischen Erdbeeren.

Einige Gourmet-Guerilleros bringen ihre Feinschmecker-Manifeste bei sich zu Hause auf die Teller – im eigenen Wohnzimmer, in der Küche oder im Garten. Andere wiederum besetzen dafür leer stehende Läden, Fabrikhallen oder Baustellen und verwandeln diese Örtlichkeiten für einen Abend in kleine Feinschmecker-Tempel.

Zu solchen Gourmet-Guerilleros gehören auch die Macher von „Ceci n’est pas un Restaurant“, einem Supper Club, der abwechselnd und immer in verschiedenen Locations im Raum Köln und Frankfurt am Main stattfindet (www.pasunrestaurant.wordpress.com). Die vier talentierten Amateurköche sind stets auf der Suche nach ausgefallenen und ungewöhnlichen Orten. Im August zum Beispiel belagerten sie die Räumlichkeiten der Jungen Deutschen Philharmonie in Frankfurt und servierten passend dazu das kulinarisch-musikalische 5-Gang-Menü „Harmonisch dissonant“ mit kreativen Kombinationen von roter Zwiebel, Büffelmozzarella, Pistazie oder Rinderfilet, Entenleber und Brioche. Für das Oktober-Event „La Forêt“ in Köln wollten sich die Veranstalter für ihr Wald- und Wildmenü von heimischer Flora und Fauna inspirieren lassen.
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Restaurant-Revolution
Talentierte Hobbyköche servieren
kulinarische Köstlichkeiten - Essen
in netter Atmosphäre - zu Hause
oder anderswo.
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„Ceci n’est pas un Restaurant“ ist wie alle anderen Supper Clubs und Guerilla Restaurants weder in einem Telefonbuch noch in Restaurantführern verzeichnet. Alle Austragungsorte der Untergrundköche werden streng geheim gehalten und nur den angemeldeten Gästen 24 Stunden vor dem Essen per E-Mail mitgeteilt. Schließlich bewegen sich die Aktivisten dieser Gastronomie-Bewegung in einer rechtlichen Grauzone. Sie besitzen weder eine Lizenz noch sind sie beim Gesundheitsamt registriert. Die Gäste stört das nicht. Im Gegenteil. Die geselligen Dinner-Abende, die nur über soziale Netzwerke, Blogs und durch Mund-zu-Mund-Propaganda bekannt gemacht werden, sind meist schon viele Wochen im Voraus restlos ausgebucht. Hier treffen sich – von Anwälten bis Zahntechnikern – alle, die gutes Essen in freundschaftlicher Atmosphäre zu schätzen wissen.
So auch bei der „Kouzina Marina“ (www.kouzinamarina.blogspot.de). Irgendwo in einem Hinterhof in Köln-Ehrenfeld steht Marinos am Herd, für maximal 24 Gäste pro geheime Dinner-Party. Vor fünf Jahren kam dem gebürtigen Griechen und Autodidakt die Idee, fremde und ganz unterschiedliche Menschen an einen großen Tisch zusammenzubringen und sie mit einem guten Essen zu verwöhnen. Heute zählt die coole Lagerhallen-Location des Guerilleros unter den Supper Club-Fans zu den ersten Adressen in Köln, wenn es um den Genuss griechischer Spezialitäten in authentischer Atmosphäre geht.

Wirklich neu ist das Gastro-Konzept versteckter Dinnerpartys übrigens nicht. In Kuba entstanden die Paladares, wie die halböffentlichen Lokale dort heißen, in den 1990er-Jahren und eher aus der Not heraus.

Auch die chinesischen Si Fang Cais haben eine lange Tradition und wurden ursprünglich von Privatpersonen ausgerichtet, die in der heimischen Küche einem kleinen Kreis von Gästen ihre geheimen Familienrezepte servierten. Mittlerweile hat sich aus der Secret-Supper-Bewegung ein echter Trend entwickelt, dem sich überall auf der Welt Hobbyköche schon in Scharen angeschlossen haben. Sie sind gut gerüstet, um für ihre internationale Anhängerschaft in der eigenen Küche oder außer Haus groß aufzukochen. Eine Rechnung am Ende des Abends gibt es nicht. Die Gäste revanchieren sich für das gelungene Mahl mit einer vorher festgelegten und angemessenen Spende.

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force & ich

eine gute wahl

Als Martha Schmitz vor anderthalb Jahren als vollständiges Mitglied in die Force-Grafikabteilung eintrat, wurde sie gleich mit einer verantwortungsvollen Aufgabe betraut. Die Kommunikations-designerin sollte dem Logo der Düsseldorfer Kommunikationsagentur eine neue Ausrichtung geben. Wie wichtig dabei eine gute Marken-Gestaltung ist und wie richtig Veränderungen sein können, lesen Sie hier:

Martha Schmitz
Schon während ihres Studiums an der Bergischen Universität Wuppertal arbeitete Martha Schmitz zwei Jahre nebenbei für die Cadman GmbH in Düsseldorf. Nach erfolgreichem Examen kümmerte sich die Diplom-Kommunikationsdesignerin in der Agentur weitere vier Jahre um die Entwicklung und grafische Umsetzung von Marketing- & Kommunikationskonzepten im Premiumimmobiliensektor. 2012 wechselte die 33-Jährige, die ihre Freizeit am liebsten mit Familie, Freunden und ihrer Labradorhündin Paula verbringt, zu FORCE. Seit zwei Jahren unterstützt die Sportbegeisterte das Kreativteam in der Düsseldorfer Kommunikationsagentur mit innovativen Ideen besonders in den Bereichen Corporate- und Editorialdesign.

Was ist ein Logo überhaupt und was muss es leisten? „Ein Logo steht für den Wiedererkennungswert einer Firma und ist gleichzeitig ihr buchstäbliches Aushängeschild. Es muss schnell erfassbar, einfach, prägnant und wiedererkennbar sein. Zudem sollte es optischen und technischen Ansprüchen genügen und eine klare Aussage ausstrahlen. Als Identifikationsmerkmal transportiert ein Logo nach außen, was das Unternehmen eigentlich leistet. Deshalb muss es Bezug auf den Unternehmensnamen, das angebotene Produkt oder die angebotene Leistung nehmen. Und es sollte sich natürlich vom Wettbewerb klar abgrenzen.“

Was sind die Elemente des FORCE-Logos? „Das FORCE-Logo besteht aus einer Schriftzeichen-Bild-Kombination. Wird ein Unternehmensname und/oder ein Markenname mit einem grafischen Zeichen kombiniert, spricht man von einer Wort-Bild-Marke. Da aus dem Unternehmensnamen FORCE nicht hervorgeht, worum es sich bei dem Unternehmen

handelt, dient der Zusatz ,Die Kommunikationsagentur’ der Bildmarke als visuelle Stütze. Die Bildmarke verweist dabei auf eine Pixelgrafik bzw. digitale Rastergrafik.“

Was war bei der Modifizierung des FORCE-Logos zu beachten? „Der Grund für das Redesign lag bei FORCE vor allem in der Erweiterung der Geschäfts- und Aufgabenbereiche. Dabei sollte der ursprüngliche Charakter des Firmensymbols, sprich die Wiedererkennung, beibehalten werden. Die einzige Vorgabe war die Formel KISS: „Keep It Short (and) Simple“. Schließlich ist das, was einfach ist, auch einfach zu merken. Eine Reduktion auf das Wesentliche eliminiert nicht nur Überflüssiges, sondern sorgt durch ein simpleres Aussehen für einen großen Wiedererkennungswert – wie man schön an Marken wie Apple, Audi oder Nike sehen kann.“

Was hat sich bei den Schriften getan? „Seit Beginn ist die DIN Medium die Hausschrift von FORCE. Das hat sich auch nach dem Redesign nicht geändert.

Allerdings verwenden wir nun die Schriftvariante DIN MediumAlternate. Der Unterschied zwischen diesen beiden Schriftvarianten besteht darin, dass der Buchstabe C im Markennamen FORCE offener gestaltet ist. Dadurch, dass die Schrift zusätzlich leicht gesperrt wurde und so ein paar Freiräume zwischen den Buchstaben entstehen, wirkt die Schrift natürlich auch leichter und moderner. Diese offenere Gestaltung des Schriftzugs sorgt zudem für eine bessere Lesbarkeit des Markennamens.“

Die Wortmarke ist im FORCE-Logo nicht viel verändert worden? Wie sieht es bei der Bildmarke aus? „Die vielen Freiräume, die wir im Schriftzug geschaffen haben, setzten wir auch auf die Bildmarke um. Die bunten Kästchen, die mich damals an eine Zielflagge oder an ein Schachbrettmuster erinnerten, wurden so weit reduziert, dass wir nun ausschließlich mit Quadraten arbeiten. Durch ihre systematische und offene Anordnung optimieren diese nicht nur das Erscheinungsbild, sondern ändern dessen

Sinnbild. Es erinnert jetzt an eine digitale Rastergrafik und diese nimmt nun Bezug auf die digitale Tätigkeit des Unternehmens.“

Warum wurde die Rastergrafik sozusagen unicolor? „Da die in der Bildmarke vorkommenden Farben keine maßgebliche Bedeutung hatten, wurde die Farbwelt auf die Primärfarbe Orange reduziert. Diese Reduzierung bringt einige Vorteile mit sich. Weniger Farben lassen sich problemlos in unterschiedlichen Druckverfahren reproduzieren und weisen eine bessere Reproduzierbarkeit in anderen Medien, unter anderem auch als kompromisslose Positiv/Negativ-Umsetzung, auf.“

Wann sollte ein Logo generell redesignt werden? „Gründe dafür sind zum Beispiel Änderungen der Unternehmensstruktur wie Erweiterung der Leistungen, eine Änderung der Zielgruppe, Standortwechsel oder ein Unternehmenszukauf. Ein Logo kann mit der Zeit auch überarbeitet werden, wenn es selbst bestimmten Anforderungen nicht mehr genügt. Eine Optimierung eines

Logos durch Verjüngung und wesentliche Reduzierung sind ebenfalls entscheidende Aspekte. Die Notwendigkeit einer Markenüberarbeitung/Anpassung entsteht zum Beispiel aufgrund des sich wandelnden Zeitgeists, eines neuen Wahrnehmungsverhaltens der Zielgruppen oder von Veränderungen in Darstellungsoptionen diverser Medien. Eine Modifikation sollte sich aber nie irgendwelchen Trends unterordnen.“

Und wo liegen Schwierigkeiten? „Ist ein Firmenlogo über Jahre etabliert, tun sich die meisten Unternehmen schwer mit einem Redesign. Denn die Gefahr, dass die Öffentlichkeit, Mitarbeiter oder Kunden das Neue ablehnen oder die Notwendigkeit einer Neuerung nicht nachvollziehen können oder wollen, ist groß. Deshalb sollte ein Logo-Redesign wohl durchdacht und gut vorbereitet werden: Wie viel will man ändern, was beibehalten? Im Idealfall sollte der ursprüngliche Charakter des Logos nicht verändert und der Wiedererkennungswert beibehalten werden.“

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RGB: 245/128/35

aufstand im akademikerland

Beste Bildung für alle, selbstbestimmt und völlig kostenlos. Geht das? MOOC heiSSt die Online-Bewegung aus den USA, die die Hochschulwelt revolutioniert und hat zum ziel, dass jeder, der will, in den Hörsälen der besten Unis der Welt studieren kann. Einzige Aufnahmebedingung: ein Internetanschluss.

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Der Mann für den Durchblick:
Jörn Löviscach, Professor an der FH Bielefeld für Ingeneurmathematik und technische Informatik.

Jörn Loviscach ist international bekannter als mancher deutsche Popstar. Dabei macht der Edupunk-Fan gar keine Musik. Der Professor lehrt Ingenieurmathematik und technische Informatik an der Fachhochschule Bielefeld. Und auf Youtube. Knapp zehn Millionen Viewer haben seine Video-Vorlesungen schon verfolgt. Es geht um Bruchrechnung, Vektoranalysis oder Kurvendiskussionen.

Seit gut einem Jahr rettet Loviscach nun zusammen mit seinen Studenten die Astronauten der Apollo 13, stoppt die Ausbreitung von Epidemien und dämmt Waldbrände ein – theoretisch natürlich und alles durch angewandte Differenzialgleichungen. Die Veranstaltung „Making math matter“ gibt es allerdings nicht auf Youtube zu sehen, sondern bei Udacity, einer US-amerikanischen Online-Akademie, die kostenlose Hochschulkurse und Vorlesungen im Netz anbietet. Für weltweit jedermann und von den besten Professoren des Uni-Universums. So sitzen die Elite-Dozenten beispielsweise in Cambridge, Harvard, Yale, Stanford oder Princeton. Die Studenten dagegen hocken vor den Computerbildschirmen in Neu Delhi, Shanghai, Puerto Rico oder Düsseldorf. Jeder von ihnen kann selbst entscheiden,

wann, wo oder wie oft er der Vorlesung folgen will. Und wer was nicht verstanden hat, spult einfach zurück.

Massive Open Online Courses (MOOC) heißt diese neue Form der Bildung auf hohem Akademiker-Niveau, bei der – außer einem Internetanschluss – nichts vorausgesetzt wird. Nicht einmal ein Hochschulabschluss. Alle, die Wissen wollen, dürfen sich einschreiben. Zum Beispiel für den Kurs der Yale University „Financial Markets“, für „History of Chinese Architecture“ von der Tsinghua University oder für den MOOC „Artificial Intelligence for Robotics“, den der gebürtige Solinger Sebastian Thrun leitet. Der Stanford-Professor erschuf im Jahr 2011 einen der größten Online-Unikurse aller Zeiten. Insgesamt 160.000 Teilnehmer verfolgten Thruns ersten MOOC, „Introduction to Artifical Intelligence“, 23.000 Studenten aus 190 Ländern haben am Ende eine Prüfung abgelegt und bestanden. „Mit dieser einen Vorlesung habe ich mehr Menschen beeinflusst als zuvor in meiner gesamten akademischen Karriere“, erklärt der Mitbegründer von Udacity in einem Interview.

Hörsäle der Zukunft
Die physische Anwesenheit der Studenten ist
bei Onlineakademien und Hochschulen nicht
mehr erforderlich. Gelernt wird, wo es gefällt
und Onlinezugang besteht.
Angeführt wird der Markt der Bildungsrevoluzzer aber von zwei anderen Stanford-Professoren. Die im April 2012 von den Informatikern Daphne Koller und Andrew Ng gegründete Plattform Coursera hat sich innerhalb kurzer Zeit mit mehr als vier Millionen registrierten Online-Studenten zum Branchenprimus entwickelt. 84 renommierte Universitäten aus aller Welt stellen dem Bildungsanbieter ihre MOOCs zur Verfügung. Darunter auch zwei deutsche Institute: Die Technische Universität München sowie die Ludwig-Maximilians-Universität, an der Professor Tobias Kretschmer am 1. Juli 2013 den ersten MOOC startete. 140.000 Wissenswillige aus der ganzen Welt schrieben sich am Institut der bayerischen Hauptstadt für den Betriebswirtschaftskurs „Competitive Strategy“ ein. „Wir sehen unsere Zusammenarbeit mit Coursera als eine willkommene Möglichkeit, aktiv und zu einem frühen Zeitpunkt an einer neuartigen technologischen und sozialen Entwicklung teilzuhaben“, sagt LMU President Professor Bernd Huber.

Der MOOC-Zug, mit dem in den USA schon zig Millionen Menschen durch die Welt des Wissens reisen, ist in Deutschland noch nicht

wirklich angekommen. Das liegt zum einen an den verschiedenen Hochschulsystemen. Zum anderen ist man in Deutschland sehr um Datenschutz und um Qualitätssicherung bemüht. „Es gibt viele Veranstaltungen auf Volkshochschulniveau, die von den Anbietern nicht als Hochschulkurse verkauft werden dürften“, sagt auch Youtube-Star Loviscach. Kritiker bemängeln oft die zwar beworbene, aber fehlende Interaktion, die sich – besonders bei den großen Kursen – meist auf Multipe-Choice-Tests und Online-Diskussionsforen beschränke.

Dass es besser gehen kann, beweist unter anderem die Leuphana Universität Lüneburg. Mit der Gründung ihrer „Digital School“ Anfang 2013 ist die niedersächsische Hochschule eine der ersten, die hierzulande auf die neueste Entwicklung von Social-Learning-Systemen reagiert. „ThinkTank – Ideal City of the 21st Century“ hieß das Online-Pilotprojekt, in dem die 2.800 Teilnehmer aus 107 Ländern Modelle für das künftige Leben in Ballungsgebieten entwarfen. Unterstützt wurden die Teams aus je fünf Studierenden bei den theoretischen und praktischen Aufgabenstellungen nicht nur durch die Bewertungen der übrigen Gruppen, sondern auch dank eines

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Web 2.0 und E-Learning 2.0 werden auch in Zukunft die Lehre an traditionellen Bildungseinrichtungen verändern. Edupunk ist aus dieser Entwicklung heraus entstanden und beschreibt das „Do it yourself“-Prinzip. Sowohl für Lehrende als auch für Lernende. Edupunk stellt eine neue Philosophie der Lehre dar, die bei den Lernenden Kreativität freisetzt, sie ermutigt und unterstützt. Im Gegensatz zum klassischen universitären Kursmanagement werden die Lernenden nicht gezwungen, eine vorgefertigte Lernumgebung zu verwenden, sondern haben die Möglichkeit, sich eine individuelle Lernbibliografie zu erstellen. Jeder kann sich sein Diplom selbst zusammenstellen. Edupunk kann als eine Form von konstruktiver Anarchie verstanden werden: Man lernt vernetzt, selbstbestimmt und nur die Inhalte, die man braucht.

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Ein MOOC ist „massive“, weil er Tausende oder sogar Hunderttausende Teilnehmer haben kann.

Er ist „open“, weil absolut jeder kostenlos ohne Vorbedingungen daran teilhaben kann.

Die Studierenden verfolgen selbstbestimmt den Kurs „online“ an ihren Computerbildschirmen – wann sie wollen, wo sie wollen und wie lange sie wollen.

Unterscheiden lassen sich die MOOCs grob in zwei Kategorien. Die ursprünglichen cMOOCs verfolgen den konnektivistischen Ansatz und setzen auf vernetzte Interaktion: Diskutiert wird in Blogs, Podcasts oder auf Twitter und jeder ist angehalten, eigene Videos einzustellen.

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Aktuell verbreiteter dagegen sind xMOOCs, die an der Uni mit einer Vorlesung zu vergleichen sind. Dozenten stellen kleine Video-Inputs von wenigen Minuten online. Dazwischen werden Quizze oder Multiple-Choice-Tests geschaltet. Ergänzend gibt es Hausaufgaben und Diskussionsforen. Meist dauert ein MOOC mehrere Wochen. Jeder Kurs endet mit einer Prüfung. Bei Bestehen erhält der Studierende ein Zertifikat.

In der Kritik stehen MOOCs unter anderem auch wegen ihrer geringen Absolventenquote und der schwierigen Finanzierbarkeit. mooc-list.com

 
 
Betreuungsmodells aus internationalen Mentoren, Tutoren und Lehrenden. Darunter Wissenschaftler aus New York, London, Jerusalem, Zürich und Hongkong. 380 Online-Studierende hielten am Ende ein Universitätszeugnis in den Händen. Und es wurde der beste 3-D Entwurf gewählt. Das Team # 523 Cookbook mit Martina Helm und Bianca Kindler (Deutschland), Esteban Fernandez Rosso (Argentinien), Javier Pérez-Lanzac (Spanien) und Eric Reinhard (USA) setzte sich mit seiner Zukunftsstadt „New Port City Brazil“ durch (http://digital.leuphana.com/fileadmin/user_upload/Leuphana_ThinkTank_Team_523.pdf).

„Das Leuphana-Projekt ist eine Chance, mit der Intelligenz tausender multidisziplinärer Teams eine Vision für unser Zusammenleben im 21. Jahrhundert zu entwickeln“, schwärmt der Online-Kursleiter von „Think Tank Cities“, Daniel Libeskind. Er muss es wissen. Schließlich kann sich der US-Amerikaner polnischer Herkunft in die Riege der Star-Architekten einreihen und seine Werke genießen international hohes Ansehen. Zu seinen jüngst fertiggestellten Projekten zählen übrigens auch zwei Prachtbauten am Düsseldorfer Kö-Bogen. Der von Libeskind entworfene Gebäudekomplex wurde im Oktober 2013 eröffnet.

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force unterwegs

auf der messe entspringt ein fluss

Vom 16. bis 20. September fand in München die Drinktec 2013 statt. Fast 67.000 Fachbesucher aus 182 Ländern strömten in die bayerische Landeshauptstadt, um sich auf der Weltleitmesse für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie von den aktuellen Trends und innovativen Weltneuheiten der Branche begeistern zu lassen.

 
 
In Detektivgeschichten gibt der „verschlossene Raum“ oft große Rätsel auf. In Agatha Christies „Hercule Poirots Weihnachten“ zum Beispiel, bei der ein Mann in seinem Zimmer umgebracht wird, obwohl die Tür von innen verschlossen war. Auch wenn es auf der drinktec in Halle 4 kein Verbrechen aufzuklären gab, sorgte der strengstens bewachte, überdimensionale Kasten am
Stand 328 für große Spannung unter den Messegästen. Viele der fast 67.000 Fachbesucher hätten nur allzu gerne einen Blick in den Raum, oder wenigstens durch den Türspalt, geworfen. Es war aber nur einigen wenigen, speziell geladenen Gästen gestattet, den Erlkönig von einem der weltweit führenden Hersteller von Abfüll- und Verpackungslösungen zu bestaunen. Die KHS verbarg in ihrem „Closed Room“ nämlich den Prototypen von Nature Multi Pack – einem Verpackungssystem,
mit dem ein Multipack aus PET-Flachen, Glasflaschen oder Dosen nur mit kleinen Klebstoffpunkten zusammengehalten wird. Und noch andere Highlights an innovativer Technologie hatte das Dortmunder Unternehmen, das FORCE seit 2008 als Full-Service-Agentur betreut, unter dem Leitgedanken „First Choice“ im Gepäck. Zum Beispiel die neue KHS-Innoprint, die digitale Direktbedruckung von PET
 
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drinktec begeistert gesamte Branche
Voller Erfolg: Von Besuchern und Ausstellern
erhielt die drinktec 2013 Bestnoten. Die gab es
auch für Oliver Wesseloh, der die Weltmeister-
schaft der Sommeliers für Bier gewann.
Flaschen möglich und somit Etikettenmaterial zukünftig überflüssig macht. Und dank eines ausgeklügelten Verfahrens bietet KHS nun an, PET-Flaschen innen hauchdünn mit Glas zu überziehen.

Insgesamt 1.445 Aussteller aus 77 Ländern präsentierten in München auf einer Ausstellungsfläche von 132.000 Quadratmetern ihre neuesten Technologien rund um die Herstellung, Abfüllung und Verpackung von Liquid Food und Getränken aller Art. Zum Teil mit riesigen Maschinenparks und architektonisch aufwändigen Standbauten. Die wichtigsten Themen des „Weltwirtschaftsgipfels der Getränkebranche“, wie Richard Clemens vom Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und

Verpackungsmaschinen (VDMA) die drinktec nannte, waren Energieeinsparung, Vielfalt, Flexibilität und Sicherheit. Erstmals erhielten auf der Münchner Messe Marketingthemen ein eigenes Forum. Und gleich mit großem Erfolg. Mehr als 800 Besucher verfolgten in der Innovation Flow Lounge spannende Diskussionen vieler prominenter Menschen aus der Getränke- und Marketingszene. Geert Marsé von Coca-Cola und Myriam Shingleton von Carlsberg zum Beispiel kamen zum Thema Packaging Intelligence zu Wort. Jorge Grabmeier von Becker’s Bester und Nils Lorbeer von Campari gehörten zu den Gesprächsteilnehmern beim Thema „Etwas Gutes obendrauf – Promotions mit Zugaben statt Nachlässen“.
Ob Großunternehmen, mittelständische Aussteller oder kleine und regional tätige Brauer – am Ende der drinktec waren alle von der Qualität der Messe, dem diesjährigen Besuchervolumen und der Internationalität sehr angetan. Zahlreiche Aussteller konnten darüber hinaus auf der Messe etliche Geschäfte lancieren, konkretisieren und sogar an Ort und Stelle selbst zum Abschluss bringen – hinter verschlossenen Türen, versteht sich.
Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier: 54 Bierkenner aus zehn Nationen gingen am Vorabend der drinktec an den Start, um den Titel der 3. Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier nach Hause zu holen. Am Ende überzeugte nach Sebastian Priller-Riegele wieder ein Deutscher. Der Hamburger Kreativbrauer Oliver Wesseloh begeisterte mit fundiertem Wissen, sensorischem Können und einer charmanten, souveränen Bierpräsentation. „Ich freue mich sehr, in den kommenden zwei Jahren die Bierkultur hochzuheben und an die Arbeit meiner beiden Vorgänger anzuknüpfen“, erklärte Wesseloh nach der Bekanntgabe seines Sieges. Vizeweltmeister wurde der Amerikaner Don Lindsay vor der Drittplatzierten, der Brasilianerin Tatiana Spogis.

die ticken doch nicht richtig

Wearables ist der Mega-Trend der Zukunft. Laut der Credit Suisse könnte der Markt der tragbaren Mini-Computer in zwei bis drei Jahren auf 50 Milliarden Dollar steigen. Den größten Erfolg versprechen sich Experten von Datenbrillen wie Google Glass und von Smartwatches, INTELLIGENTEN Uhren fürs Handgelenk. Ein Überblick:

 
Egal ob Buckets, Clutches oder Snaffles – es gibt auf dieser Welt wohl keine einzige Handtasche, die nicht mindestens einmal in ihrem Leben komplett ausgekippt wurde, weil die Besitzerin das dauerklingelnde Handy nicht rechtzeitig zwischen Schlüsseln, Handcreme, Kaugummi & Co. herausfischen konnte. Die sogenannte Smartwatch räumt mit diesem Taschenchaos jetzt auf. Meldet sich das Handy, reicht ein Blick auf die neue Armbanduhr. Im Display dieses kleinen Computers fürs Handgelenk steht’s dann schwarz auf grau oder weiß auf schwarz: wer angerufen hat, wer einen neuen Facebook-Post gesetzt hat oder ob sich der Termin fürs Meeting verschiebt. Daten und Informationen dieser Art werden der Uhr via Bluetooth vom Handy übertragen. Je nach geladener App können zum Beispiel Golfabschläge gezählt, Routen errechnet oder Restaurantempfehlungen abgefragt werden.

Mittlerweile haben alle wichtigen Hersteller, aber auch viele Start-up-Unternehmen eine Smartwatch im Programm oder arbeiten an einem solchen Gagdet der Zukunft. Die erste intelligente Uhr überhaupt, zumindest behaupten das ihre italienischen Hersteller

i’m SPA, ist die i’m Watch. Die bis dato bestaussehende Computeruhr kommuniziert mit dem iPhone und ist aktuell die einzige, die in Deutschland zu haben ist.
Watch
Aussehen ist nicht alles:
Die Smartwatch i'm Watch im
schicken italienischen Design hat
viele Funktionen.

Definitiv zu den ersten Anbietern von Wearables dieser Art gehört Sony. Das Unternehmen

präsentierte auf der Messe Mobile Asia Expo in Shanghai bereits die zweite Generation seiner SmartWatch 2. Bei der neuen Version können wie beim Vorgängermodell über Bluetooth Anrufe, Mitteilungen von Facebook und Co. oder E-Mails vom Android-Phone aufs Display gesendet, Apps geladen und die Musikauswahl gesteuert werden. Neu bei der SW2 sind der größere Bildschirm mit höherer Auflösung und die Nahfunktechnologie NFC, mit der sich Handy und Watch allein durch eine leichte Berührung miteinander verbinden lassen.
Clever und Smart:
Nur ein Blick auf die i'm Watch genügt, und der Uhrenträger weiß, wen er anrufen muss.
 
 
Auf der Internationalen Funkausstellung IFA im September stellte Samsung seine Version der smarten Computeruhr vor. Die Galaxy Gear ist wie die bisher releasten Smartwatches ein Companion Device, also ein Gerät, das nur mit einem Mobiltelefon funktioniert. Allerdings ist im Armband eine Kamera eingebaut, mit der – wenn auch in minderer Qualität – eigenständig Fotos und Videos gemacht werden können.
Der digitale Begleiter:
Über Bluetooth 4.0 kommuniziert die Galaxy Gear
am Handgelenk mit dem Smartphone, synchronisiert
Anruflisten, Kalendereinträge, E-Mails oder SMS.
 
 
Bei Microsoft und Apple wird noch unter Hochdruck an ihren Lifestyle-Geräten gefeilt. Dass auch Google ein Patent auf eine Smartwatch angemeldet hat, wundert ein wenig. Äußerte sich doch Konzernmitbegründer Sergey Brin unlängst auf der Internet-Konferenz TED2013 eher negativ über Smartphones & Co. „Der ständige Blick nach unten aufs Display ist unkommunikativ, unsozial und unmännlich“, erklärte er. Das einzig wahre Wearable sei die Google Glass (siehe Seite 28-29), eine Augmented-Reality-Brille mit integriertem Headset, die auf Voice-Befehle reagiert, Fotos und Filme macht und Daten aus dem Internet zieht.

Apple wird seine Interpretation einer Smartwatch wohl eher später als früher dem Markt präsentieren. Zwar haben sich die Mac-Macher den Namen für die Uhr in mehreren Ländern schützen lassen. Meist überlassen die Kalifornier die Pionierarbeit anderen, um dann mit einer technisch perfekt funktionierenden High-End-Version zu überraschen. Und so soll die iWatch, Gerüchten zufolge, ein flexibles 1,5-Zoll-OLED-Display haben und mit einem Fingerabdruckscanner ausgestattet sein. Die iOS-Uhr wird angeblich selbst Anrufe annehmen können und als Fernbedienung für den Apple-Fernseher zu verwenden sein. Eines ist aber jetzt schon sicher: Mit der Einstellung von Paul Devene wird das neue Apple-Gadget mehr sein als ein bloßes Hightech-Gerät. Eher eine Art „Haute Compute“. Denn der gebürtige Belgier kennt sich als ehemaliger Yves-Saint-Laurent-Chef mit Luxus und Fashion bestens aus. Und natürlich mit Buckets, Clutches und Snaffles, die in Zukunft nun nicht mehr komplett ausgekippt werden müssen, nur weil das Handy klingelt.

Modisch funktional:
Die Samsung Galaxy Gear gbt's in sechs Farben,
verfügt über einen 800-Megahertz-Prozessor,
512 Megabyte RAM und ein AMOLED-Display.
 

Die Welt mit anderen Augen sehen - Google Glass

Der Maler Vincent van Gogh soll sie gehabt haben, Hollywood-Star Brad Pitt hat sie und auch Kronprinzessin Viktoria von Schweden kennt das Problem: Prosopagnosie, die Unfähigkeit, bekannte Personen an ihrem Gesicht zu erkennen. Die Google Glass könnte Menschen wie dem Schauspieler oder der Königin in spe eine große Hilfe sein.

 
Einfach die Cyber-Brille aufgesetzt, dem Gegenüber in die Augen geschaut und schon blendet das Prisma, das sich unten am Brillensteg auf Höhe der rechten Braue befindet, wichtige Informationen zu dieser Person ein. Oder besser gesagt, würde es. Hätte Google nicht erklärt, dass die Brille – wegen datenschutzrechtlicher Bedenken – keine Gesichtserkennung unterstützen wird.
image Schau mir bloß nicht in die Augen,
Kleines
Mit der Google Glass
ist man in der virtuellen Welt
immer und überall im Bilde.
Ob das die Kritiker schon ruhiger stimmt? Schließlich wird der Glass-Träger jederzeit Fotos und Videos machen und sie sofort ins Netz stellen können. Google-Mitbegründer Larry Page bleibt entspannt: „Niemand bricht heute mehr in Panik aus, wenn er auf die Toilette geht, nur weil da jemand mit einem Handy steht und Fotos machen könnte.“ Auch an Google Glass würden sich die Menschen gewöhnen. Zumal mehr ist als nur Kamera.

Wird sie über Bluetooth oder WLAN mit einem Android-Smartphone verbunden, können Apps geladen oder Informationen, wie bei

einer SmartWatch auf ein Display eingeblendet werden. Nicht am Handgelenk, sondern oberhalb des Auges. Laut Testberichten derer allerdings, die für 1.500 Dollar die Explorer Edition ergatterten, fällt es dem Träger bei einer Unterhaltung eher schwer, den Fokus nicht mal kurz auf das Headup-Display zu richten, weil dort verpasste Anrufe oder neue Tweets erscheinen. Selbstredend, dass echte Kommunikation anders aussehen sollte.

Die Bedienung ist einfach. Einschalten lässt sich das Gadget entweder durch eine leichte Kopfbewegung oder durch Tippen auf das im rechten Bügel integrierte Touchpad. Über kurze Sprachbefehle können Fotos und Videos aufgenommen, Nachrichten verschickt oder Informationen aus dem Netz gezogen werden. So antwortet zum Beispiel eine Computerstimme auf die Frage „Was heißt ,Guten Morgen’ auf Chinesisch?“ mit der richtigen Übersetzung, liest aus Wikipedia vor oder navigiert den Träger durch die Straßen der Großstadt. Ein Knochenschall-Lautsprecher, der am Bügel hinter dem rechten Ohr angebracht ist, überträgt diese Tonschwingungen auf den Schädelknochen. Das spart die Kopfhörer und schont das Trommelfell.

Im April 2014 soll die High-End-Version für jedermann auf dem Markt sein. Bis dahin sollen alle negativen Feedbacks der Betatester überarbeitet sein. Neben kleineren Problemen, wie etwa das suboptimal projizierte Prisma-Bild vor hellem Hintergrund, wird die größte Hürde die Privatsphären-Diskussion sein.
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Steuerung

Mittels Sprache oder auf dem integrierten Touchpad

Navigation

Route wird direkt auf dem Display eingeblendet

Speicherplatz

16 GB – davon 12 GB nutzbar, synchronisiert mit Google Cloud

Akkuleistung

Laut Testberichten bei intensiver Nutzung wie beispielsweise Videoaufnahmen nur wenige Stunden

Anschlüsse

WIFI 802.11 B/G Bluetooth, Micro USB

Kompatibel zu

Google Now
Google Maps
Google+
Gmail u.v.m.
 
force löst

eine für alle

RESPONSIVE DESIGN IST DAS SCHLAGWORT 2013, WENN ES UM DAS GESTALTEN EINES OPTIMALEN INTERNETAUFTRITTS GEHT: EINE SEITE, DIE SICH STUFENLOS AN DIE AUFLöSUNG DES JEWEILIGEN ENDGERäTES ANPASST. DAS SPART DEM UNTERNEHMEN ZEIT UND GELD – UND DEM NUTzER JEDE MENGE NERVEN.

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Schnell von unterwegs noch Tickets für das Konzert heute Abend besorgen wollen und dann das: Irgendwie sieht die Website auf dem Smartphone total anders aus. Bevor die Bestellmaske überhaupt gefunden wird, muss sich erst durch die Seiten geklickt und gescrollt werden. Am Ende gibt man entnervt auf. Und bis die Karten vom PC zu Hause aus geordert werden können, ist die Veranstaltung ausverkauft. Situationen wie diese sind äußerst unerquicklich – und in Zeiten von Apps, mobile Sites und Responsive Design auch total unnötig.

Dass sich der Mensch immer mehr mobil durch die virtuelle Welt bewegt anstatt zu Hause klassisch am PC im Internet zu surfen, beweisen die zahlen. Laut einer Untersuchung des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) gehen mittlerweile jede Woche 13,7 Millionen Bundesbürger per Handy online. Damit habe sich die wöchentlicheInternetnutzung über das Mobiltelefon

innerhalb der letzten zwei Jahre mit einem Zuwachs in Höhe von 117 Prozent mehr als verdoppelt, so der BVDW. Bereits 8,2 Millionen Deutsche greifen über Tablets auf Online-Inhalte zu. Ärgerlich nur, wenn es nicht immer richtig funktioniert. Aber woran liegt’s? „Viele Unternehmen und Online-Shop-Betreiber haben auf die aktuelle Marktentwicklung noch nicht reagiert. Viele der Webpages sind nur für die klassische PC-Ansicht optimiert“, erklärt Michael Bergmann, einer der Geschäftsführer bei FORCE und Verantwortlicher für das Geschäftsfeld „Digital Business“. Das heißt, ein User, der sich zum Beispiel eine solche Seite mit seinem Smartphone anschauen will, kann sie unter Umständen nur eingeschränkt bedienen oder nur einen Bruchteil ihres Inhalts einsehen. Dann ist er gezwungen, umständlich durch die Seite zu scrollen.

Eine der aktuell angesagten Lösungen in Sachen Webdesign, die mit diesem nutzerunfreundlichen

Missstand aufräumt, heißt Responsive Design. Diese Methode ermöglicht die gleichbleibend optimale Bedienung einer Website – egal ob sie mit einem Desktop Computer, Notebook, Tablet oder Smartphone aufgerufen wird. Gestalterisch und technisch ist der Aufbau so konzipiert, dass diese Seite sowie deren Inhalt mit der Auflösung des jeweiligen Endgerätes korrespondiert und sich automatisch an das Bildschirmformat anpasst. „Ein Vorteil von responsiven Seiten im Gegensatz zu Apps oder etwa mobilen Webpages, bei denen Mobil- und Desktop-Versionen strikt getrennt sind, liegt im geringeren Entwicklungs- und Pflegeaufwand“, weiß Bergmann. Inhalt müsse nur einmal für eine einzige Seite gepflegt werden und sei dann für alle Endgeräte verfügbar, so der Design-Profi. Das spart zeit und Kosten für den Betrieb des Internet-Auftritts. Hinzu kommt natürlich die Kundenzufriedenheit, für die es sich als Unternehmen immer lohnt, die zehn bis 50 Prozent Mehrauf-
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Gutes Beispiel voran:
Die responsive Unternehmens-
Website von KHS
, für die
das FORCE-Kreativteam um
Geschäftsführer Michael
Bergmann (Bild u.) verantwortlich
zeichnet.
wand zu investieren, die eine gut konzipierte, anpassungsfähige Webgestaltung ungefähr kostet. Denn wenn ein Kunde auf einer anderen Seite kauft, weil dort das Produkt zwar nicht besser oder günstiger, sondern einfach nur schneller zu bestellen ist, dann nützt es am Ende vor allem einem: dem Konkurrenten.

Zwei Fragen an Michael Bergmann:

Wie funktioniert Responsive Design? „Mit Hilfe von sogenannten Media-Queries werden beim Aufrufen der Website Eigenschaften und Fähigkeiten des Endgerätes abgefragt. Zum Beispiel wie groß das Display ist oder welches Format der Screen hat. Dementsprechend verändert die Seite ihre Gestalt und Inhalte wie Text und Bild werden medienadäquat angepasst. Navigationselemente werden auf Tablets größer dargestellt, weil sie dort direkt mit dem Finger angewählt werden können. Bilder dagegen müssen aufgrund mobiler Ladezeiten kleiner sein. Im Idealfall wird auch nur ein bestimmter Teil des Gesamtinhalts auf unterschiedlichen Endgeräten dargestellt: Zum Beispiel eher unterhaltende Elemente auf Tablets, serviceorientierte Funktionen auf Smartphones, das Gesamtangebot auf Desktops.“

Wann ist Responsive Design nicht zu empfehlen?
„Responsive Design ist immer zu empfehlen, hier muss lediglich der Mehrwert für den Nutzer in Relation zum Aufwand betrachtet werden.“

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The Content is the Message

Gute STORYS brauchen keine Werbung. In den 60er Jahren prägte der Kommunikationstheoretiker Marshall McLuhan den Satz „The medium is the message“. Er verkündete, dass das Medium – ob Fernsehgerät, Radio, Buch ODER Zeitung – selbst bedeutsamer wäre und die Gesellschaft eher PRÄGE als dessen Inhalt. Einzige Ausnahme: die „neuen elektronischen Medien“, die eine kollektive und ganz neue Erfahrung mit sich bringen würden. McLuhan nahm mit dem „Globalen Dorf“ das World Wide Web vorweg: Kommunikation ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts nicht mehr ohne Internet, Online-Instrumente und digitale Technologien zur Präsentation und zum Austausch von Inhalten denkbar.

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Ist das gewählte Medium als Informationsträger unabhängig von dessen Inhalt wichtiger als dieser selbst? Fakt ist: Immer mehr Menschen entziehen sich der klassischen Werbung und blockieren beispielsweise bewusst jegliche reizüberflutende Online-Banner- und Fernsehwerbung oder ignorieren die Mehrzahl an Printanzeigen. Die als störend empfundene „Berieselung“ mit ähnlich klingenden Versprechen und Botschaften von Marken und Unternehmen wird mehr und mehr vermieden. Die Inhalte von Marketing und Werbung erscheinen großenteils beliebig und austauschbar. Was telemedial und digital kreiert und angeboten wird, lässt sich mittlerweile ohne großen Aufwand und kostengünstig ausblenden. Mit Blick auf B2C- und B2B-Kommunikation überlegen Unternehmen daher, wie sie Verbraucher und Kunden trotz dieser Entwicklung erreichen können. Die einfache, aber auch nicht ganz neue Erkenntnis: Nachhaltigere Aufmerksamkeit mittels spannender und authentischer Inhalte, die den Nutzer beziehungsweise Leser persönlich interessieren, ihm Identifikation wie auch Mehrwert bieten, ohne diesen nur zu versprechen. Content meint folgerichtig „gehaltvollen“ Inhalt. Zusammen mit dem gewählten Medium
wird er selbst zur Botschaft. Mister McLuhan hatte also recht, nur nicht ganz. So war die digitale Entwicklung der letzten 20 Jahre vor einem halben Jahrhundert nicht ansatzweise abzusehen.

Dem Content Marketing kommt seit wenigen Jahren eine immer stärkere Bedeutung für die Kommunikation von Marken, Produkten und Services zu. Eine wachsende Zahl von Unternehmen stellt fest, dass sie hohen Nutzwert und Substanz zu bieten haben und darüber berichten können. Sie konzentrieren sich endlich auf das, was Kunden und Endverbraucher tatsächlich interessiert und einen echten und persönlichen Dialog mit ihnen ermöglicht oder erleichtert: Es geht um das Entwickeln und Erzählen von authentischen Storys.

Neu ist das „Storytelling“ nicht. Homers Epos, die „Ilias“, fesselte Generationen von Lesern. Seine und auch die ungezählten Sagen und Geschichten nachfolgender Autoren blieben von der Antike bis heute im kollektiven Gedächtnis haften. Sagenhaft gute Fiktion. Aber eben nur Fiktion, denn die besten Erzählungen schreibt immer noch das Leben. So ist jede Geschichte,

 
die ein Mensch persönlich erlebt hat und über die er berichtet, einprägsamer und behaltenswerter als austauschbare Werbetexte zu Produkten und Dienstleistungen. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts gab es erste Unternehmen in den USA, die „erzählerischen“ Content um ihre Marken und Produkte herum veröffentlichten. So setzte man schon vor über hundert Jahren Kundenmagazine als am besten passendes, weil näheres Interesse weckendes und Vertrauen schaffendes Format ein: Storys, News und Themen rund um die Marke boten schon damals neben reinen Produktinformationen und nützlichen Hinweisen die beste Gelegenheit, eine Erlebniswelt rund um Marken und Produkte zu generieren und darüber hinaus einen bestimmten Lifestyle zu kommunizieren. Inzwischen hat sich die Erkenntnis weltweit und nicht nur bei großen, marktführenden Unternehmen durchgesetzt: Nützlicher Content hat eine zentrale Bedeutung für jede Marketingstrategie. Content Marketing umfasst das Erstellen und Verteilen von relevanten und nützlichen Inhalten für eine klar definierte zielgruppe, die gewonnen, informiert, unterhalten und im Idealfall begeistert wird, um darüber eine nachhaltige und profitable Kundenbeziehung zu entwickeln.
“The new rules of attraction require a shift in direction. It’s not about ‘pushing’ your message, but ‘pulling’ in your customers. And the way to pull is to publish content.”
Mit unverwechselbaren Inhalten werden Kunden gewonnen und gebunden. Angebot von stetiger Relevanz und höherem Nutzwert lässt sich das Nutzer- und Konsumverhalten so ganz nebenbei verändern oder sogar verbessern. Entscheidend sind an dieser Stelle „Owned Media“: Die Verantwortlichen sollten immer Wert darauf legen, eigene Medien einzusetzen, sie selbst zu gestalten und zu verantworten statt Medien Dritter für
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die Veröffentlichung eigener Inhalte zu buchen oder zu mieten. Bestes Beispiel: Die Marke Red Bull ist inzwischen als starke Content-Marke mit eigenen Medien und Kanälen im Verbraucherbewusstsein verankert und wird nebenher auch als Produzent und Lieferant eines Energydrinks wahrgenommen.

Ein zusätzlicher Vorteil: Die „Owned Media“ erhöhen mit professionellen Inhalten auch die Chance, die Marke in „Earned Media“ zu positionieren. Meinungsführer, Multiplikatoren und Communitys greifen die Inhalte eher auf und veröffentlichen oder besprechen sie weiter, ob per Blog, über Facebook oder via Twitter. Allein dadurch ergeben sich zusätzliche Markenkontakte und eine qualitativere Wahrnehmung. Guter Content kann den Unterschied machen, auch im Wettbewerb mit anderen Marken und Anbietern. Individuelle und authentische Inhalte lassen einen Menschen innehalten. Die Leser denken eher über das Gelesene nach und verhalten sich in vielen Fällen anders als zuvor. Das Ergebnis ist eine tiefer gehende Beschäftigung mit der Marke und ihren Produkten

Frage: Wie hoch ist das Budget, das Ihr
Unternehmen in Content Marketing
investiert/investieren wird?
(Quelle: Studie Content Marketing 2013,
HORIZONT/Facit, Ausgabe 14/2013)

Vorteile auf einen Blick: Content Marketing …

  • weckt Begeisterung für das Unternehmen und seine Produkte
  • erhöht die Kaufbereitschaft potenzieller Kunden
  • schafft langfristige Kundenbindung durch nützliche, zielgruppenrelevante Informationen über das Unternehmen und seine Produkte hinaus
  • bewirkt intensiven, für beide Seiten fruchtbaren Dialog zwischen Anbietern und Kunden
  • bringt eine bessere Platzierung im Such- maschinenranking
  • unterstützt das Branding und die Imagebildung
und Services, die ein Kunde wahrnimmt. Er erfasst Lösungen mit direktem Nutzen für den eigenen Alltag.

Zukunftsmotor für das Marketing. Viele Unternehmen klammern sich an alt Hergebrachtes und decken ihre Kunden viel zu oft mit einem spamartigen Trommelfeuer von Werbebotschaften ein. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Botschaften und Inhalte ohne besondere Relevanz oder großen Wert für die Angesprochenen. So benötigt das Content Marketing im Gegensatz zum klassischen Informationsmarketing, das die Kunden und Verbraucher einseitig mit Verkaufsinformationen zuschüttet, Relevanz und Wert. Es ist nicht (mehr) der letzte Schrei, sondern bereits heute wichtiger Bestandteil professioneller Kommunikation von Unternehmen und Marken. Viele Kommunikationsexperten betrachten das Content Marketing inzwischen als etablierte Disziplin innerhalb des Marketings. So sorgte auch der auf einem stringenten Content-Marketing-Konzept beruhende Relaunch von Coca-Cola für große Aufmerksamkeit. Die von der „Content

Marketing World“ auf YouTube präsentierte Geschichte des Content Marketing (Sucheingabe: Content Marketing and the Power of Story, 1.1.2013) macht auf eigene Weise schnell klar, warum Unternehmen und Agenturen nicht mehr um das Thema herumkommen. Die Ergebnisse einer im Report „Quarterly Intelligence Briefing: Digital Trends for 2013“ von Adobe und Econsultancy veröffentlichten Trendumfrage belegen die höchste Priorität von Content Marketing im Bereich Digital Marketing, neben der Optimierung von Conversion Rates. Auch die Studie „Content Marketing ROI“ von Kapost und Eloqua (2012) bestätigte eindrucksvoll: Im Vergleich zu herkömmlicher Suchmaschinenwerbung (SEA) garantiert das Content Marketing die dreifache Anzahl an Leads für das gleiche Budget. Apropos Budget. Schon heute entfällt ein Viertel aller Marketingbudgets auf das Content Marketing – Tendenz steigend.

Smartes Informationsmanagement

Wer im Vertrieb erfolgreich arbeiten will, benötigt Informationen – aktuell, anschaulich aufbereitet, schnell zur Hand. Deshalb tragen Mitarbeiter im Aussendienst und auf Messen Kataloge, Verkaufsunterlagen und Laptop mit sich herum. Aber oft sind diese Materialien nicht auf einem einheitlichen Stand. die Lösung: Das Produkt-Präsentationssystem von FORCE.

Systematisch präsentieren mit PPS
Effizientere Produktschau. Die FORCE
Lösung für Vertrieb und Verkauf:
Die Arbeit wird dank PPS mobiler,
leichter und nachhaltiger.
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Vertriebsrelevante Informationen zentral erfassen und an alle Mitarbeiter und Partner weitergeben. Unternehmensweit einheitlich, stets auf dem aktuellsten Stand und mediengerecht aufbereitet. Unabhängig vom genutzten Endgerät, vom Aufenthaltsort und von einer Internetverbindung. Im Büro, beim Verkaufsgespräch, auf Messen, Kongressen und Tagungen. All das geht mit nur einem einzigen Tool, dem neuen Produkt-Präsentationssystem von FORCE. Denn die Anwendung baut auf einem speziell entwickelten, individualisierbaren und webbasierten Content Management System (CMS) auf und spielt die Informationen auf verschiedenen
Infostelen mit TV-Touchscreen. So können Mitarbeiter und Vertriebspartner jederzeit und überall auf die Inhalte zugreifen.

Eine integrierte Mediadatenbank erleichtert die Verwaltung der Inhalte, eingepflegt werden können Textdokumente, Tabellen, Grafiken, PowerPoint-Präsentationen, Bilder oder Videos. Das CMS ermöglicht es Vertriebsmitarbeitern im Backoffice, anlassbezogene Projektordner anzulegen, zum Beispiel für einen Messeauftritt oder ein Verkaufsgespräch,

 
Premiere im Messeumfeld
Pumpenspezialist Wilo hat das Tool
erstmals auf der ISH 2013 eingesetzt.
Interaktive 3-D Animationen, Schaubilder
und Videos zu den Produkten wurden
u. a. via iPad und Touchscreen-
Terminal präsentiert.
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und mit passenden Informationen zu füllen. Auch interaktive Formulare und Materialoder Beitragsrechner können in das Produkt- Präsentationssystem eingebunden werden. Die Vielfalt der abrufbaren Inhalte und die Ausgabe über unterschiedliche Endgeräte versetzt Vertriebsmitarbeiter in die Lage, im Gesprächsverlauf Informationen und Medien, etwa zu einem Finanzprodukt oder einer energetischen Sanierung, schnell und bedarfsgerecht aufzurufen. Darüber hinaus bietet das Tool die Möglichkeit, die für den Kunden relevanten Dokumente auf eine Merkliste zu setzen und ihm per E-Mail zuzusenden.

Flexibilität und ausgewählte Funktionalitäten je nach Branche und Unternehmen zeichnen das Produkt-Präsentationssystem aus. So kann die Anwendung nicht nur vielfältig im Vertrieb eingesetzt werden, sondern beispielsweise auch im Rahmen von Mitarbeitertrainings. Ganz individuell und nach Maß.

info
force bewegt

Rasant unterwegs

Als vor zwei Jahren die Fahrwerksspezialisten Bilstein und Eibach gemeinsame Sache machten und das Sportfahrwerk B12 an den Start brachten, entstand „Performance²“. Renndirektor dieser crossmedialen Vermarktungskampagne war die Düsseldorfer Kommunikationsagentur Force.

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Crossmedia
bezeichnet in der Wirtschaft und im Marketing die parallele Vernetzung verschiedener Medientypen. Zentrale Inhalte wie etwa Unternehmens- oder Produktinformationen werden über möglichst viele geeignete unterschiedliche Informationskanäle kommuniziert und angeboten. Zum Beispiel in Print und Web oder TV, Radio und Kino. Im Idealfall ist die Werbebotschaft so gestaltet, dass sich die Kunden mit dem Unternehmen oder dem Produkt interaktiv beschäftigen und identifizieren können.
Für viele Piloten gehört die „Eau Rouge“ auf dem Circuit Spa-Francorchamps zu den faszinierendsten Kurven in der Formel 1. „Mit mehr als 300 km/h geht es in die Senke und anschließend steil bergauf. Das ist wie Achterbahn fahren“, beschreibt Sebastian Vettel den Streckenabschnitt mit dem kniffligen Links-Rechts-Knick und einer gleichzeitigen Steigung von 18 Prozent. Da werden die Piloten mit fünf G in die Sitze gedrückt und das Fahrwerk ans Limit gebracht.

Dass auch Wagenlenker von der Eau Rouge fasziniert sind, die noch nie bei der Auffahrt des Gegenhanges für Sekunden nur Himmel gesehen haben, beweist die Microsite www. performance2.info. Dort können die Besucher auch jetzt noch via Google Maps und Google Street View ihre Lieblingskurven in eine Weltkarte eintragen. Gleich mehrere User wählten die „Raidillon de l’Eau Rouge“, wie sie eigentlich richtig heißt. Unter anderem, weil sie „die größte Mutkurve ist“, so beschreibt es ein Eintrag.

„Traumkurven“ heißt diese Internet-Aktion, die 2011 im Rahmen der Vermarktungskampagne „Performance²“ an den Start ging. Der Titel steht für zwei Fahrwerkspezialisten, die sich zusammen für sportiven Spaß bei verbesserter Straßenlage starkmachen. Das perfekte Team aus Dämpferspezialist BILSTEIN und Feder-Experten Eibach entwickelte zusammen das Sportfahrwerk B12, mit dem sie Technologien aus dem Motorsport und echtes Rennsportfeeling auf die Straße bringen. Zur Markteinführung von B12 übernahm die Düsseldorfer Agentur FORCE die crossmediale Kommunikation und den Full Service für Performance 2. Die wichtigste Aufgabe bestand zunächst darin, beide Unternehmenskompetenzen für die Kampagne zu einer Marke zu verschmelzen – dafür steht der Name Performance2

Mit eigenem Logo und einer klaren Farb- und Bildsprache wurde ein gemeinsames Produktmarkendesign kreiert. Gestalterisches Hauptelement ist

dabei eine doppelte Racing Line in Blau und Rot, den Hausfarben von BILSTEIN und Eibach. Sie symbolisiert sozusagen die Ideallinie, die auf einer Rennstrecke den schnellstmöglichen Weg beschreibt. Als Teil des visuellen Motivs zieht sie sich durch die gesamte Kampagne, generiert Dynamik und nimmt Bezug auf das Motorsport-Engagement. Für Events wie zum Beispiel das Nürburgring-Rennen oder die Essener Motor Show wurden Giveaways wie Energydrink-Dosen oder Beach Flags mit dem Performance2-Logo produziert. Auch für den perfekten Stand im Performance2-Look auf nationalen und internationalen Messen zeichnet sich die Agentur verantwortlich.

„Wir haben eine Kampagne entwickelt, die modern und spritzig ist, ohne das wichtigste Argument aus den Augen zu verlieren: die Qualität des Fahrwerks“, erklärt FORCE-Inhaber Torsten Kusmanow. „BILSTEIN und Eibach sind etablierte Anbieter im Automotive Aftermarket und Erstausrüster

im Premium- und Sonderseriensegment. Beide Marken stehen für innovative Technologien ‚made in Germany‘. Entsprechend wertig sollte die Kampagne sein.“

Neben klassischen Anzeigen, Mailings, Händlerwerbung und Imagetrailern werden Kooperationen mit Fachmedien – wie etwa das 15-seitige Sonderheft in der „sport auto“ zur Königsdisziplin Kurve – realisiert. Der Kampagnenfokus liegt aber nach wie vor auf der Microsite. „Performance2“ spricht vor allem Leute an, die Spaß an sportlichem Fahren haben und zugleich hohe Ansprüche ans Auto stellen. Und weil sich die Qualität eines Fahrwerks vor

allem beim Kurvenfahren zeigt, wurde die Aktion „Traumkurven“ ins Rennen geschickt. Durch die interaktive Komponente, seine eigene Traumbiegung online stellen zu können, wird der User in die Kampagne miteinbezogen. Er wird dadurch nicht nur ein Kenner weltweiter Kurven. Er wird Teil der Performance²-Community, die – trotz großer Leidenschaft für rasantes Fahren – selbst bei der schärfsten Kurve in der Spur bleiben will.
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In der Kürze liegt die Kunst

Im Wettstreit zwischen den Social-Media-Riesen Facebook und Twitter um die meisten User, Likes oder Tags mischt nun ein Dritter mit. Avons System geht mit der Videoschnitt-App Mixbit in direkte Konkurrenz zu den beiden Anwendungen Instagram (Facebook) und Vine (Twitter). Die Grundidee ist die Gleiche: Nutzer erstellen kreative Kurzvideos und teilen diese mit anderen in den sozialen Netzwerken. Bezüglich der technischen Feinheiten und Nutzerstrukturen lohnt es sich jedoch, ein wenig genauer hinzuschauen.

Crowdsourcing:
Der Begriff wurde von dem US-amerikanischen Journalisten Jeff Howe geprägt und setzt sich aus den englischen Worten „Crowd“ (Masse) und „Outsourcing“ (Auslagerung) zusammen. Unter Crowdsourcing versteht man das Hinzuziehen einer Gruppe von Internetnutzern für klar definierte Aufgaben, die bisher intern bearbeitet wurden. Zum Beispiel für die Entwicklung von Produkten, Ideen für Werbung oder Dienstleistungen. Schließlich weiß der Kunde selbst am besten, was er will und nicht will. Oft findet die Generierung dieser unterschiedlichen Mehrwerte in Form eines Wettbewerbes statt.
 
Mal ehrlich, Hand aufs Herz: Gehören Sie auch zu den medial unsozialen Menschen, die nicht verstehen, warum man seine gesammelten Urlaubsfotos auf Facebook stellen oder seine wohl durchdachten Gedanken in nur 140 zeichen auf Twitter verbreiten sollte? Dann werden Sie überrascht sein vom neuesten Kommunikationstrend, der aktuell in Form von wackeligen Bewegtbildchen weltweit über große und kleine Bildschirme flackert.

Vines heißen die sechs Sekunden kurzen Filmfetzen zum Beispiel, die per Twitter-App aufgenommen und in Endlosschleife (Loop) und als Art Stop-Motion-Film produziert werden können. Kurz nachdem der kalifornische Netzwerkbetreiber Anfang dieses Jahres den Videodienst Vine für den Apple-Store freigab, kletterte er in den Vereinigten Staaten sofort auf Platz 1 der kostenlosen Apps. In allen Landen entstanden tausende verrückter, origineller und kreativer Mikrovideos, die dann von ihren Machern über deren Twitter-Profile in die virtuelle Welt verschickt wurden.

Mittlerweile nutzen auch Unternehmen und Marketingfirmen dieses Medium für kreative Crowdsourcing-Kampagnen. Schönes Beispiel: Airbnb. Das Privatzimmervermittlungsportal aus Kalifornien rief im August zu der globalen Videoaktion „Hollywood & Vines“ auf. Der Filmanfang, in dem sich ein weißer

Zu kurz für eine Tüte Popcorn
Kreative Minifilmchen die weltweit in
sozialen Netzwerken über kleine und große
Bildschrime flackern, sind der Trend
popcorn fingerhut
 
Papierflieger durch ein Fenster in die Welt hinaus begibt, war vom Unternehmen vorgegeben. Nutzer sollten jetzt nach Regieanweisungen, die täglich über Twitter kommuniziert wurden, bei Vine mit Mikrofilmchen das Video weiterdrehen. Entstanden ist ein Fernsehwerbespot, der auschließlich aus dem Zusammenschnitt der besten Sechs-Sekünder entstanden ist. Eine Papierflieger-Geschichte über Abenteuer, Reisen und Verbleiben (www.hollywoodandvines.com).

Der Hype um diese Minifilmchen ist so groß, dass auch Prominente in der neuen Community mitmischen. Starregisseur und Künstler David Lynch zum Beispiel. In seinem ersten und bisher einzigen Vine-Video „Another Mystery“, erzählt er die Geschichte eines animierten Mannes, der von einem Blitz getroffen wird. Und das New Yorker Filmfestival Tribeca, das 2006 von Schauspieler Robert de Niro mitbegründet wurde, lobte in diesem Jahr erstmals den Wettbewerb #6SECFILMS aus, bei dem in den verschiedenen Kategorien die besten Vines prämiert wurden (www.tribecafilm.com/blogs/winners-6-second-films-vine-competition).

Angesichts des großen Erfolgs von Vine und Co. war die Antwort von Facebook nur eine Frage der Zeit. Sie kam wenige Monate später. Im Juni 2013 fügte das soziale Netzwerk der bereits
bewährten und erfolgreichen Fotosharing-App Instagram eine Video-Funktion hinzu. Vines’ Monopol auf Kurzvideos war gebrochen. Im Gegensatz zu Vines können bei Instagram nämlich ganze 15 Sekunden zur kreativen Entfaltung genutzt werden. Und die Videos laufen ohne Loop.

Während Vines gern mit den vor einigen Jahren populären animierten GIFs verglichen werden, bilden Instagram-Videos eine in sich stimmige Story mit fest definiertem Anfang und Ende. Diese kann wie bei Vine auf Facebook und auf Twitter geteilt werden sowie zusätzlich auf Tumblr, Flickr, foursquare und per E-Mail. Dafür ist das Einbetten auf externen Webseiten für Vines leichter. Außerdem können die Minivideos revined – also von anderen Nutzern der Community in deren Stream gepostet – werden. Keine Frage, dass diese Möglichkeit maßgeblich zur Verbreitung bestimmter Clips beiträgt.

Instagram wartet mit vier Extras auf: Durch die Möglichkeit, bei der Aufnahme eigens dafür designte Filter einzusetzen, können die Videos mit zusätzlichen Effekten versehen werden. Zweitens ist es bei Instagram möglich, den letzten Clip zu löschen. Bei einem Vine-Video muss alles neu produziert werden. Drittens schützt ein Bildstabilisator vor störenden Verwacklungen. Viertens können die Clips vor ihrer Veröffentlichung als Entwurf gespeichert werden. Insbesondere diese Aspekte
 
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Clips eine höhere Qualität. Das kann ein Vorteil sein, muss aber nicht. Schließlich kommt es darauf an, was mit dem Video erreicht werden soll. Denn wo Instagram mit mehr Qualität glänzen kann, trumpft Vine mit Authentizität und einer größeren kreativen Herausforderung.

Instagram kann als bewährte Fotosharing-Plattform bereits auf eine breite Fanbasis zurückgreifen, die sich auf das Tool eingestellt hat und neben der Video- auch die Fotofunktion der App verwendet. Seine (Extra-) Funktionen bieten zudem eine leichtere Handhabung. Kevin Systrom, Mitbegründer von Instagram, stellt fest: „In den letzten zweieinhalb Jahren wurde Instagram zu einer Community, wo die einfachsten und schönsten Momente der Welt festgehalten und geteilt werden können.“ Instagram ist einfacher, flexibler und massenträchtiger.

Die Vine-Community hingegen besteht zumeist aus Kreativen, die von der künstlerischen Herausforderung

There is no sunny side on this story
von User KevyPizza ist eines von
sechs Vine-Videos, die auf dem diesjährigen
Tribeca Filmfestival in der Kategorie
#6SecFilms überzeugten.
der Vines angesprochen werden: die Beschränkung auf sechs Sekunden sowie die fehlende Funktion, nicht den letzten Clip, sondern nur das ganze Video löschen zu können. „Wir glauben daran, dass Einschränkungen Kreativität inspirieren, sei es durch einen 140-Zeichen-Tweet oder ein Sechs-Sekunden-Video“, so Dom Hofman, Mitbegründer von Vine. Vine ist jünger, hipper und kreativer.

Die Frage, die sich Marketingstrategen demnach stellen müssen, ist nicht nur: Welche Möglichkeiten bieten mir Vine oder Instagram hinsichtlich der Videolänge oder anderer Features? Sondern: Welche Zielgruppe möchte ich mit meiner Botschaft erreichen – die Nische oder die Massen? Je nachdem können Vine oder Instagram effektiv eingesetzt werden, um die Kreativität und Innovation der Marke unter Beweis zu stellen – in sechs, neun, zwölf oder fünfzehn Sekunden. Oder vielleicht in 16 Sekunden. Denn seit August sind auch die Youtube-Erfinder Chad Hurley und Steve Chen

 
mit einem ähnlichen Konzept für Kurzvideos am Start. MixBit heißt der Videodienst von Avon Systems und er will seine User zum Teilen animieren. Die mit dieser Anwendung aufgenommenen, 16 Sekunden langen Clips können nämlich nicht nur bearbeitet und im Netz veröffentlicht, sondern auch zu mehreren Bits zusammengeschnitten werden – auch die Beiträge der anderen User. Das heißt, dass jeder, selbst wenn er noch nie eine Sekunde Film gedreht hat, ein Video produzieren kann, indem er die Clips nach seinem Gusto verhackstückt. Ob das funktioniert? „MixBit.com ist eine Community von Kreativen“, so Hurley, „die Teile ihres Lebens und die Dinge, die sie lieben, aufzeichnen und mit anderen teilen wollen.“

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FORCE findet

Grosse Hilfe für die Kleinen

Mehr als 2,5 Millionen Kinder in Deutschland sind von Armut betroffen. Ihnen fehlt nicht nur das Geld für den Klassenausflug, Kleidung oder für Spielsachen. Ihnen mangelt es an dem, was für die meisten von uns ganz selbstverständlich ist: Am Essen. Bundesweit sorgen mittlerweile Kindertafeln dafür, dass bedürftige Mädchen und Jungen in der Schule Frühstück, ein warmes Mittagessen und eine grosse Portion Zuwendung erhalten. So auch in Düsseldorf.

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Scham isst Seele auf
Hunger ist nicht das einzige, worüber bedürftige Kinder leiden. Kein Geld für Bücher, Sportvereine, Kinobesuche oder Kleidung zu haben, ist für sie selbst nicht nur demütigend, sondern gibt Mitschülern Anlass für Ausgrenzung und Hänseleien.
„Drei mal drei minus zwei?“ „Keine Ahnung …“ Der Magen knurrt. „Die Hauptstadt von Spanien?“ „Ich weiß es nicht“ … „Und wie wird Xylophon buchstabiert?“ „Ich weiß es einfach nicht.“ Der Magen knurrt immer noch. Diese oder zumindest ganz ähnliche Situationen erleben viele Schüler in Deutschland. Um genau zu sein: mehr als 2,5 Millionen. Täglich. Sie können sich in der Schule nicht richtig konzentrieren, weil sie Hunger haben. Und mit leerem Magen lässt sich nicht gut lernen. Wenn die Eltern arm sind, trifft es letztendlich die, die am wenigsten dafür können: die Kinder. Jedes fünfte Kind in Deutschland kommt aus einer finanziell schwachen Familie. In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ist es sogar jedes vierte.

Monika Lenz und Heike Vongehr gründeten vor fast 20 Jahren zusammen mit zwei weiteren Mitstreiterinnen die Düssel-

dorfer Tafel e. V., mit dem einfachen Grundgedanken der Lebensmittelumverteilung. „Ich fand es so logisch – dass man das, was übrig ist, denen gibt, die es gebrauchen können“, erzählt Vereinsvorsitzende Vongehr. „Wir hatten kein Büro, kein Geld, nur diese Idee“, fügt die „Tafel“- Schatzmeisterin Lenz hinzu. Eine Idee, auf die 2007 die logische Konsequenz einer Kindertafel folgte, die dafür Sorge trägt, dass sozial benachteiligte Mädchen und Jungen speziell in Schulen und Tageseinrichtungen ein gesundes Frühstück und ein warmes Mittagessen bekommen. Täglich. Ohne großen Aufstand, ohne bürokratischen Aufwand.

Abgesehen von den Mahlzeiten wird den Kindern aber noch etwas anderes, nicht weniger Wichtiges gegeben: Aufmerksamkeit, Zuwendung und sinnvolle Beschäftigung. So fördert die Düsseldorfer Kindertafel finanziell sogenannte

Kreativprojekte, in denen die Kids viele neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln können. Dazu gehören zum Beispiel Schullandheimausflüge, Theater- oder Konzertbesuche, Bastelmaterialien oder Selbstverteidigungskurse. „Die kulturelle Teilhabe fällt bei Kindern sozial schwacher Familien schlicht weg“, sagt die ehemalige Förderschullehrerin Lenz. „Solche Projekte haben deshalb einen großen Wert für die Kinder“, betont Heike Vongehr weiter. Und für ihre gelingende Sozialisation. Selbst wenn die Eltern wollten, ihnen fehlt schlichtweg das Geld, um ihre Kinder kulturell, sozial oder schulisch fördern zu können. Für sie versucht die Düsseldorfer Kindertafel e. V. mit ihrem Angebot einzuspringen. Doch damit das auch in Zukunft funktioniert, bedarf es regelmäßiger Spenden. Das geht inzwischen einfach und schnell über die Website der Kindertafel und der Aktion „Spende ein Essen“.
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Arm in Deutschland:
Bundesweit ernähren sich etwa 16 Millionen Menschen
aus Mangel an Geld nicht richtig, einige leiden sogar
Hunger. Im Gegensatz dazu landen hierzulande im Jahr
mehr als 6,7 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll.
Auch FORCE überreichte an die Düsseldorfer Kindertafel im Dezember 2012 eine Geldsumme, die ursprünglich für Weihnachtsgeschenke gedacht war. Diese Spende floss in das Projekt „SingPause“: Ausgebildete Sänger kommen hier zweimal wöchentlich in Grundschulklassen und üben zusammen mit den Kindern Lieder ein, die sie dann in den jährlich stattfindenden SingPause-Konzerten in der Düsseldorfer Tonhalle stolz zum Besten geben können. Vongehr ist begeistert: „Die SingPause ist ein schönes Projekt, das auch aus pädagogischer Sicht sehr wertvoll ist.“ Schließlich braucht nicht nur der Körper, sondern auch der Geist Nahrung – und eine extra Portion Spaß.

Die Begeisterung, anderen, vor allem unseren kleinen Mitmenschen zu helfen, scheint in

Düsseldorf glücklicherweise nicht abzuebben. Das Spendenaufkommen ist bis dato konstant.

Trotzdem werden die Zusagen an die Schulen nur jeweils für ein Jahr gemacht. Lenz und Vongehr sind zu Recht von ihrer Arbeit überzeugt. Dabei kommt es ihnen nicht darauf an, dass sie von den Kindern honoriert werden. Sie wissen nicht einmal, dass ihnen geholfen wird. Und das soll auch so bleiben. „Ich möchte gar nicht von Kindern umringt werden, die mich mit großen, traurigen und dankbaren Augen ansehen“, stellt Vongehr klar. Ihr reicht das Wissen, dass ihre Arbeit, die im übrigen nur dank der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter funktioniert, den Kindern Gutes tut und so manchen von ihnen ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Und nur darauf kommt es an.

Düsseldorfer Tafel e. V.: Die Düsseldorfer Tafel e. V. wurde 1994 gegründet. Die Grundidee ist die Umverteilung von Lebensmitteln: vom Handel, der häufig noch nicht abgelaufene Lebensmittel wegschmeißen muss, zu bedürftigen, einkommensschwachen Menschen. Als privat organisierte Initiative bekommt die Tafel keine staatlichen Zuschüsse. Daher ist sie auf die Sach- und Geldspenden sowohl von Unternehmen als auch Privatpersonen angewiesen, schon zwei Euro sind für eine gute Mahlzeit viel wert. Für die Tafel arbeiten rund 50 ehrenamtliche Mitarbeiter und zwei Bundesfreiwilligendienstleister. Sie wechseln sich mit der Arbeit ab: Morgens werden mit Kühltransportern die Lebensmittel oder auch andere überschüssige Waren wie Klopapier oder Waschmittel bei Supermärkten, Bäckereien etc. abgeholt und an acht Ausgabestellen der Tafel gebracht. Neben der Kindertafel hat der Verein aufgrund wachsender Altersarmut inzwischen auch dreimal in der Woche eine Tafel für ältere Menschen eingerichtet, für die gespendet werden kann. Hier bekommen die Senioren ein warmes Mittagessen bei netter Gesellschaft und sind damit – zumindest an diesem Tag – nicht ganz allein.

Spendenplattform „Spende ein Essen“: „Spende ein Essen“ ist eine Online-Spendenplattform der Kindertafel mit einer ausgefallenen Animation. Der Spender zieht verschiedene Lebensmittel auf die Teller der Kinder und kann somit individuell entscheiden, wie viel Geld er konkret spenden möchte.

www.spende-ein-essen.de

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